Dyskalkulie und Grundschulempfehlung:

Dyskalkulie (also Rechenschwäche/ Rechenstörung) spielt bei der Grundschulempfehlung oftmals eine große Rolle:

  • Wer im Fach Mathematik schlechte Noten hat, der wird so gut wie keine Chance haben, eine Grundschulempfehlung für das Gymnasium zu erhalten und oftmals auch keine guten Chancen für eine Grundschulempfehlung Realschule haben.

Freilich ist Dyskalkulie auch in den einzelnen Stufen des Aufnahmeverfahrens (Grundschulempfehlung, Gemeinsame Bildungsempfehlung, Aufnahmeprüfung Realschule, Aufnahmeprüfung Gymnasium) zu beachten.

Dyskalkulie - Regelungen:

Neuerdings ist Dyskalkulie in Baden Württemberg auch in den VV Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf rudimentär geregelt, ohne daß dies freilich bis heute richtig in den Schulen und Schuverwaltungen bekannt geworden ist bzw. angewandt wird. Bitte informieren Sie sich hierzu im einzelnen bei meinem Serviceportal Schulrecht Baden Württemberg.

Für weitergehende Fragen, eine Erstberatung zu Dyskalkulie und die landesweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Grundschulempfehlung Baden Württemberg und Dyskalkulie:

Bei der Grundschulempfehlung Baden Württemberg und der Gemeinsamen Bildungsempfehlung Baden Württemberg ist zunächst zu beachten, ob die Note ordnungsgemäß zustande gekommen ist, oder ob man diese anhand der dortigen Grundsätze zu korrigieren hat. Möglicherweise ergibt sich die Wunschempfehlung bereits hieraus.

Gelingt dies nicht, ist anhand der vorbenannten Regelungen zu beachten, daß bei der Ermessensentscheidung, ob ein Schüler trotz der nicht ausreichenden Noten dennoch die gewünschte Empfehlung erhält, auf die obengenannten Sonderregelungen zu achten.

Selbige Grundsätze gelten auch für die Aufnahmeprüfung Realschule/ Aufnahmeprüfung Gymnasium Baden Württemberg:

  • In einem ersten Schritt Korrektur der Leistungsbeurteilung.
  • In einem zweiten Schritt ggf. Korrektur des Ergebnisses anhand der obigen Regelungen.

Für weitergehende Fragen, eine Erstberatung zu Dyskalkulie und die landesweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Feststellung der Dyskalkulie und möglichst frühzeitig:

Im Ergebnis erfolgt ein Nachteilsausgleich allenfalls für Schüler mit festgestellter Dyskalkulie.

Man sollte deshalb immer sorgfältig darauf achten, daß Dyskalkulie im Vorfeld (möglichst mit Beginn der vierten Klasse) seitens der Schule festgestellt wurde.

Für weitergehende Fragen, eine Erstberatung oder die landesweite Unterstützung bei der Feststellung von Dyskalkulie kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Festlegung von Nachteilsausgleichen wegen Dyskalkulie:

Zugleich sollten auch immer Nachteilsausgleiche für Dyskalkulie verbindlich festgelegt werden:

  • Nachteilsausgleiche bei der Leistungserfassung (Schreibzeitverlängerung, andere Aufgabenstellungen, Erklären von Aufgaben usw.)
  • Nachteilsausgleiche bei der Bewertung (Nachteilsausgleich, Notenschutz).

Geschieht dies nicht, kann dies (muß aber nicht) eine erhebliche Erschwerung bei der späteren Argumentation bedeuten.

Für weitergehende Fragen, eine Erstberatung, bzw. Unterstützung zu Vereinbarungen über Nachteilsausgleiche bei LRS mit Schulen kontaktieren Sie mich bitte direkt. Für nähere Einzelheiten zur Berücksichtigung von LRS, verweise ich auch auf meine Darstellungen im Servicebereich Schulrecht Baden Württemberg